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Zylinderselektiver Selbstlernmodus

 

Die modulare Aufbauweise des AFR Tuners ermöglicht die Verwendung von zusätzlichen Erweiterungseinheiten, die den Selbstlernmodus zylinderselektiv erlauben. Konstruktionsbedingt benötigen beispielsweise V-Motoren unterschiedliche Kennfelder für den oder die vorderen und hinteren Zylinder um wirklich optimal zu laufen. Um das Benzin-Kraftstoff Gemisch im entsprechenden Zylinder zu registrieren, benötigt jeder Zylinder somit eine eigene Lambdasonde im Auspuffsystem.

 

Bei V2-Motoren bietet sich der Einsatz eines einfachen Lambdasonden-Controllers an, der über den Haupt-5 Analoganschluss mit dem AFR Tuner verbunden werden kann. Wir haben uns dazu entschieden, einen bereits bestehenden Breitband Lambdasonden-Controller zu nutzen und eine entsprechende Firmware dafür zu entwickeln. Unsere Wahl fiel dabei auf den bewährten LC-1 von Innovate Motorsports, der auch dieselbe Breitband Lambdasonde von Bosch nutzt, wie sie auch beim AFR Tuner zum Einsatz kommt.

Das Firmware update (ICSM-2C)  ist kostenpflichtig und beinhaltet einen Freischaltcode ohne den der zylinderselektive Selbstlernmodus für V2-Motoren nicht möglich ist. Bei einer Bestellung eines LC-1 Controllers ist die Firmware und der Freischaltcode für den entsprechenden AFR Tuner jedoch gleich mit dabei. Ein Wechsel auf eine Standard Firmware und ein anschliessendes Zurückwechseln auf die ICSM-2C Firmware ist jederzeit möglich. Der zugewiesene Freischaltcode kann jedoch nur bei einem AFR Tuner angewendet werden.

 

Die Lieferung erfolgt inkl. zweiter Lambdasonde, Kalibrierungs-Software und -zubehör und einer ausführlichen Bedienungsanleitung.

 

 

 

Für sehr aufwendig modifizierte R4- und R3-Motoren resp. V4-Motoren empfehlen wir zusätzlich zum AFR Tuner die Motty ATX-4C Erweiterungseinheit, mit deren Hilfe die Einspritzdüsen von bis zu vier Zylindern selektiv angesteuert werden können. Der ATX-4C wird dabei über den Komm-Anschluss mit dem AFR Tuner verbunden und bietet seinerseits einen weiteren Komm-Anschluss, über den die geloggten Daten heruntergeladen und über den der AFR Tuner sowie auch der ATX-4C extern angesteuert werden können - z.B. anhand eines Laptops.

Zum Lieferumfang des ATX-4C zählen insgesamt drei Sensorkabel für die Lambdasonden, ein ATX-4C Kabelbaum (wählbar zwischen 0,5 m und 1,3 m), ein Verbindungskabel zwischen AFR Tuner und ATX-4C (0.5 m), ein Firmware update (ICSM-4C) um den zylinderselektiven Selbstlernmodus beim AFR Tuner überhaupt zu ermöglichen und natürlich die entsprechende Software für den PC inkl. der entsprechenden Bedienungsanleitung.

 

 

 

Für technophile Freaks stellt der zylinderselektive Selbstlernmodus die ultimative Lösung dar, um auch wirklich das Allerletzte aus dem Motor zu kitzeln. Das Ergebnis stellt auch ungemein feinfühlige Piloten mit sehr hohen Ansprüchen zufrieden und bietet gleichzeitig die Gewissheit, spritmässig das Beste für seinen Motor zu tun.

 

Beim Einbau gilt zu beachten, dass die Lambdasonden zwingend vor allfälligen Interferenzrohren installiert werden müssen, damit jede Lambdasonde auch garantiert nur den Restsauerstoff des eigenen Zylinders registrieren kann und nicht das Gemisch von zwei unterschiedlichen Zylindern. In den meisten Fällen bedeutet dies, die Einschweissmuffen unmittelbar nach dem Auslass zu platzieren, was den Lambdasonden auch nichts ausmacht, solange kein Turbolader eingesetzt wird.

 

Wichtig: Beim Einsatz des ATX-4C sollte man bedenken, dass bis zu vier Lambdasonden im Einsatz sind, die teilweise geheizt werden müssen, was einen entsprechenden Stromverbrauch mit sich zieht. Dies sollte besonders dann berücksichtigt werden, wenn beispielsweise eine Kit-Lima verwendet oder wenn auf die Lima sogar komplett verzichtet wird. Wenden Sie sich an uns, wenn Sie diesbezüglich Fragen haben.